Unerlässliche Elemente für eine Benutzerfreundliche Website

Website

Beim Surfen im Internet stoßen User auf eine nutzerfreundliche Website, die durch ihre gute Performance, intuitive Bedienbarkeit, klare Struktur und ansprechendes Webdesign überzeugt. Es existiert allerdings auch ein Negativbeispiel: lange Ladezeiten, falsche Skalierung, unlogische Navigation und grelle Farben. Wegen des Wertes unserer Zeit und der kurzen Aufmerksamkeitsspanne verlassen wir diese Webseiten schnell und wenden uns der Konkurrenz zu.

Weshalb sollten wir uns aufregen, wenn es leichter geht? Folglich ist die Usability (Nutzerfreundlichkeit) Ihrer Website ein entscheidender Faktor für den digitalen Erfolg. Die Usability, die als funktionaler Grundpfeiler der User-Experience (UX) dient, hat zum Ziel, dass Nutzer ihre Ziele schnell, intuitiv und zufriedenstellend erreichen – und zwar auf direktem Weg. Eine Top-Webseite sollte sowohl technisch als auch inhaltlich und strukturell gut optimiert sein, um dies zu erreichen. 

Technik: Die Basis für Nutzerfreundlichkeit

Bevor der User die erste Aktion durchführen und sich mit der Struktur, dem Inhalt und der Ästhetik der Webseite beschäftigen kann, muss die technische Grundlage korrekt sein. Die Seite sollte dazu schnell laden und, entsprechend dem Mobile-First-Prinzip, auf sämtlichen Endgeräten optimal angezeigt werden. Essenziell für den technischen Bereich sind Responsivität (Responsive Design), Ladezeit (Page Speed) und Barrierefreiheit.

Erhebliche Performance dank blitzschneller Ladezeiten

Langsame Ladezeiten sind ein absolutes No-Go, denn nichts frustriert Besucher mehr als eine Webseite, die nicht oder viel zu langsam lädt. Dadurch steigt das Risiko, dass die Absprungraten (Bounce Rate) drastisch ansteigen, erheblich. Daher zählen vor allem ultraschnelle Ladezeiten zu den wichtigsten unverzichtbaren Eigenschaften einer benutzerfreundlichen Website. Selbst eine Verzögerung von nur wenigen Sekunden kann die Conversion-Rate verringern.

Daher sind unter anderem eine effektive Bildoptimierung durch Kompression sowie die Verwendung zeitgemäßer Bildformate (wie WebP) von Bedeutung. Außerdem sollten CSS- und JavaScript-Dateien verkleinert und Browser- sowie serverseitiges Caching verwendet werden, damit wiederkehrenden Nutzern Inhalte schneller zur Verfügung stehen. Die von Google festgelegten Core Web Vitals sind ein wesentlicher Aspekt, insbesondere der Largest Contentful Paint (LCP), der die gefühlte Ladegeschwindigkeit ermittelt. Diese Kennzahlen müssen fortlaufend kontrolliert werden. Es ist grundsätzlich ratsam, unnötige Animationen, Pop-ups, Videos oder Frames zu vermeiden. Diese können die Ladezeit beeinträchtigen und die Benutzerfreundlichkeit stören. 

Akzeptabel Design mit einem Mobile-First-Ansatz

Nachdem die Seite vollständig geladen ist, ist es entscheidend, dass sie auf allen Endgeräten optimal dargestellt wird. Heutzutage ist ein responsives und barrierefreies Webdesign nicht nur wünschenswert, sondern absolut notwendig. Da mehr als 50 % des globalen Traffics von mobilen Geräten kommen, ist es notwendig, dass das Design sich automatisch an jedes Endgerät – sei es Smartphone, Tablet oder Desktop – anpasst. Mit dem Mobile-First-Ansatz wird gewährleistet, dass die Nutzerführung und Inhalte auf kleinen Bildschirmen bestmöglich funktionieren und angezeigt werden. Außerdem ist die Mobilfreundlichkeit ein wesentlicher Aspekt der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und ein bedeutender Ranking-Faktor für Suchmaschinen wie Google. Daher sind mobile Webseiten unverzichtbar, um sichtbar zu werden.

Dies setzt den Einsatz von flexiblen Layouts (wie Grids), skalierbaren Bildern und Medienelementen sowie ein sorgfältiges Testen aller Breakpoints – der Bildschirmgrößen – voraus, bei denen sich das Layout ändert. Bei den Anpassungsmassnahmen sind nicht nur die Grösse, sondern auch die Handhabung zu beachten. Auf Touch-Geräten sind beispielsweise große, leicht anklickbare Schaltflächen zwingend erforderlich. Außerdem muss sichergestellt werden, dass die Anwendung mit verschiedenen Browsern (wie Google Chrome, Firefox und Safari) kompatibel ist, damit allen Nutzern ein zufriedenstellendes Erlebnis geboten wird. 

Barrierefreiheit: Zugänglichkeit für alle

Auch die Barrierefreiheit ist ein wesentlicher technischer Gesichtspunkt: Moderne Webseiten müssen für alle Nutzer zugänglich sein, einschließlich Personen mit Behinderungen. Barrierefreiheit, die in der Regel gemäß den WCAG-Richtlinien umgesetzt wird, umfasst die Verwendung klarer Kontraste zwischen Text und Hintergrund, die korrekte Anwendung von Alt-Texten für Bilder und die Sicherstellung einer einfachen Bedienung über die Tastatur. 

Gestaltung und Navigation als Orientierungshilfe für den Nutzer

Nachdem die Seite rasch geladen wurde und die Inhalte auf allen Endgeräten optimal angezeigt werden, muss die Webseite dem Nutzer eine intuitive Orientierung und Navigation bieten.

Navigation, die gut strukturiert und durchdacht ist

Die strukturelle Grundlage bildet eine gut durchdachte, strukturierte und klare Informationsarchitektur. Das Fundament einer erfolgreichen Website steht ohne ein klares Konzept auf wackeligen Füßen. Unter Nutzerfreundlichkeit versteht man, dem Besucher eine klare Orientierung zu geben. Essentielle Bereiche wie das Unternehmensprofil (Über-uns-Seite), die Leistungen oder der Kontakt sollten leicht zugänglich sein und einer logischen Struktur folgen. Eine Zielgruppenanalyse kann in diesem Zusammenhang hilfreich sein, da sie zeigt, wonach die Besucher suchen und welche Informationen für sie am relevantesten sind. Diese Grundlage ermöglicht es, die Struktur bestmöglich auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abzustimmen. Um ein Höchstmaß an Verständlichkeit zu gewährleisten, sollte man die Komplexität und Tiefe verringern. Der Usability-Ansatz ist entscheidend: „Don’t make me think“ – die Seite muss sich selbst erklären.

Intuitive Navigationshilfen

Die Navigation sollte leicht verständlich, zugänglich, intuitiv und benutzerfreundlich gestaltet sein. Dabei ist es sinnvoll, etablierte Konventionen zu beachten, da sie den Wiedererkennungswert erhöhen.

  • Logo und Startseite: Das Logo (meist oben links) sollte immer zur Startseite führen.
  • Menüs und Struktur: Man sollte die Hauptnavigation mit leicht verständlichen Schlagwortern (Keywords) beschriften und immer an der gleichen Stelle platzieren. Kurze und prägnante Menüs sind langen Scroll-Listen vorzuziehen. Die Verwendung von Sticky-Headern, die beim Scrollen sichtbar bleiben, erhöht die Zugänglichkeit der Navigation.
  • Icons und Eindeutigkeit: Man sollte unverwechselbare und eindeutige Icons verwenden. Sind sie nicht eindeutig, muss ein zusätzlicher Text die Funktion erklären. Hamburger- oder Warenkorb-Icons dürfen nur für ihren spezifischen Zweck verwendet werden.
  • Breadcrumbs: Die sogenannte Breadcrumb-Navigation verbessert die Nutzerführung, indem sie dem User jederzeit zeigt, wo er sich in der Seitenstruktur befindet.
  • Suchfunktion: Eine leistungsfähige, fehlertolerante Suchfunktion mit Filter- und Sortiermöglichkeiten ist für größere Websites unverzichtbar.

Eingliederbarkeit und Konsistenz

Ein durchgängiger Stil ist für den Wiedererkennungswert besonders wichtig und daher immer vorteilhaft. Einheitlichkeit in Design und Funktionalität fördert Vertrauen und ermöglicht es dem Nutzer, Gelerntes auf neue Seiten anzuwenden. Im Idealfall wird dies durch einen detaillierten Style Guide gewährleistet. Konsistenz erfüllt die Erwartungen des Benutzers in Bezug auf Schriften, Farben, Designelemente und Schreibweisen über die gesamte Website hinweg. Die Konsistenz sorgt für Übersichtlichkeit, die oft als das Herzstück der Usability gilt. Durch eine eindeutige visuelle Abgrenzung der Inhaltsblöcke und die Beachtung eines einheitlichen Layoutrasters wurde die Übersichtlichkeit verbessert. Vermeiden Sie jedoch den Einsatz von Elementen, die diese Klarheit beeinträchtigen, wie beispielsweise nicht aussagekräftige Animationen ohne Stopp-Funktion oder die Animation zentraler Elemente wie des Logos.

Gestaltung und Text – unter Verwendung visueller Zutaten zum Dialog anregen

Eine Webseite, die benutzerfreundlich ist, vereint selbstverständlich Funktionalität und Ästhetik. Das Design sollte dabei den meisten Menschen sofort gefallen und zur Marke passen, ohne Abstriche bei der Funktionalität zu machen.

Optische Deutlichkeit und Schriftgestaltung 

Auch inhaltlich sollte, wie bei den strukturellen Optimierungsmaßnahmen, optische Klarheit angestrebt werden. Das bedeutet, dass nicht zu viele verschiedene Farben, Stile oder Schriftarten verwendet werden sollten und Einheitlichkeit Priorität haben sollte.

  • Lesbarkeit: Ihre Texte sollten lesbar, gut strukturiert und verständlich sein. Eine gut lesbare Schriftart und eine konsistente Schriftgröße sind Must-haves der inhaltlichen Optimierung. Achten Sie auf eine moderate Zeilenlänge und einen ausreichenden Zeilenabstand, um die Augen beim Lesen nicht zu ermuden. Verwenden Sie sichere Web-Schriftarten und prüfen Sie deren Ladezeit.
  • Kontraste: Kontraste sind wichtig, besonders zwischen Text und Hintergrund. Farben, die nicht kontrastieren und sich zu ähnlich sind, beeinträchtigen die Lesbarkeit; der Text muss klar vom Hintergrund abgesetzt sein.

Content von hoher Qualität, der einen Mehrwert bietet

Content ist König, aber das gilt nur für hochwertigen Content, der einen Mehrwert bietet. Es ist wichtig, dass Ihre Texte leicht verständlich und lesbar sind, aber auch „scanbar”. Da lange Fließtexte Nutzer abschrecken, sind Strukturierungshilfen wie Absätze, Zwischenüberschriften (H2-H4), Tabellen, Infografiken, Aufzählungen und Listen hilfreich, um dem Leser das Scannen des Textes zu ermöglichen. Hochwertige Texte weisen folgende Merkmale auf:

  • Lesbarkeit: Verwenden Sie eine leicht verständliche Sprache, indem Sie kurze Sätze formulieren und diese mithilfe von Übergangswortern logisch verknüpfen. Vermeiden Sie Schachtelsätze, Passivkonstruktionen und Fremdwörter. Die Leseransprache muss zur Zielgruppe passen.
  • Struktur: Strukturieren Sie Ihren Text durch überschaubare Absätze mit prägnanten Zwischenüberschriften (H2-H4). Setzen Sie auch Auflockerungs- und Strukturierungselemente wie Aufzahlungen, Listen, Infografiken und Tabellen gezielt ein, um Textblocke aufzubrechen und komplexe Inhalte schneller erfassbar zu machen.

Visuelle Rangordnungen

Auch bei der Orientierung auf der Webseite und beim Blicklenken hilft dem Nutzer eine visuelle Hierarchie. Sie wird als bedeutendes Hilfsmittel angesehen, um die Aufmerksamkeit des Nutzers zielgerichtet zu lenken und dafür zu sorgen, dass die wichtigsten Elemente (z. B. CTA) zuerst bemerkt werden. Setzen Sie Kontrast, Größe und Leerraum strategisch ein, um eine klare Leseführung zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig, da Nutzer Webseiten in der Regel nach dem F- oder Z-Muster scannen, anstatt sie Wort für Wort zu lesen. Setzen Sie alle Inhalte, die für eine Konversion relevant sind, entlang dieser Blickpfade ein.

Wechselwirkung und Austausch

Funktioniert Ihre Seite gut, ist klar gegliedert und strukturiert, intuitiv zu bedienen, visuell attraktiv und bietet Inhalte von hohem Wert, die zur Interaktion oder zum Handeln anregen? Herzlichen Glückwunsch! Sie haben also schon die entscheidenden Optimierungsmaßnahmen für eine benutzerfreundliche Website erfolgreich durchgeführt. Nun besteht das Ziel darin, dass die User eine gewünschte Aktion ausführen. Um Konversionen zu erreichen, sollte Ihre Webseite vor allem zu konkreten Handlungen anregen, wie etwa zum Erwerb eines Produkts, zum Abschluss eines Abos oder zur Newsletter-Anmeldung. Motivieren Sie Ihre Besucher also zur gewünschten Handlung.

Wirksame Handlungsaufforderungen (CTAs)

User brauchen überzeugende Call-to-Actions (CTAs), die klar formuliert, visuell ansprechend und strategisch platziert sind, um eine Aktion durchzuführen. Nutzen Sie handlungsorientierte Ausdrücke wie „Jetzt testen“ oder „Kontaktieren Sie uns“, um zur Interaktion aufzufordern. Es ist obligatorisch, dass die Schaltflächen eindeutig, ausreichend groß und klar gekennzeichnet sind. Das bedeutet, dass Buttons und Links visuell vom Fließtext abgehoben werden müssen und die Bezeichnung der Links eindeutig sein sollte, um ein langes Nachdenken des Nutzers zu vermeiden. Bei Kontaktformularen sind eindeutige Fehlerhinweise, das Speichern korrekt ausgefüllter Felder und die Kennzeichnung aller Pflichtfelder grundlegende Usability-Regeln.

Unterstützung und Interaktion über FAQ

Auch die Glaubwürdigkeit der Inhalte, die Transparenz der Webseite und das Vertrauen der Nutzer in diese sind entscheidend, wenn es um die Durchführung einer Aktion geht. Nutzer lassen sich zwar motivieren, eine Aktion auszuführen, aber sie müssen auch der Webseite vertrauen können. Oft ist es der richtige Weg, um das Vertrauen potenzieller Kunden zu gewinnen und ein Höchstmaß an Transparenz zu zeigen. Detaillierte Kontaktdaten und Produktinformationen sind hierbei entscheidend ebenso wie Erklärungen zu Versand und Zahlungsmethoden sowie Unterstützung (FAQ, Kundenservice). Bieten Sie jederzeit Unterstützung an, sei es durch leicht zugängliche Kontaktmöglichkeiten oder gut organisierte FAQ-Bereiche.

Die Website sollte Glaubwürdigkeit, Transparenz und rechtliche Klarheit vermitteln. Hierzu zählt zudem, dass die Einhaltung der DSGVO-Konformität gewährleistet ist, realistische Leistungsbeschreibungen vorliegen und Sicherheitsmerkmale wie SSL-Zertifikate klar dargestellt werden. Eine Website, die alle Konventionen einhält und rechtskonform ist, wird als vertrauenswürdig angesehen.